Projekttage in der Carl-Bosch-Oberschule



Projekttage:

08., 10., 17.11.2011

Carl-Bosch-Oberschule

Frohnauer Str. 74

13467 Berlin


Mitarbeit:

Uwe Trebs (Lehrer Ethik und Sport), Frau Pagels und die Klasse 9.2 (ca. 20 Schüler 14 - 17 Jahre)


Projektablauf:


Erster Tag: Vorstellen des Projekts, Sinn und Zweck der Ausstellung „Jeden kann es treffen“. Wie kam es zur Ausstellung, was ist zu sehen. Alle Schüler haben die Betroffenenberichte sehr respektvoll und aufmerksam gelesen. Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir uns zu einer offenen Fragerunde zusammengesetzt. Wir diskutierten Fragen zu den unterschiedlichen Schicksalen, zu meinem eigenen Unfall und zur persönlichen Betroffenheit. Die Schüler erzählten mutig, bewegt und ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen.


Zweiter Tag: Die Reaktionen und Feedback von den Schülern. Der Lehrer Herr Trebs hatte die Schüler gebeten, mir Reaktionen und Lerneffekte aufzuschreiben! Was kann und was werde ich in Zukunft tun. Super gut! Alles verstanden! Danke! Es wurde Bezug zu aktuellen Themen und Unfallzahlen hergestellt – Fazit: Jeden Tag passieren Unfälle. Es wurden aktuelle Folgen, Schwachpunkte an der Fußgängerampel vor der Schule sowie Fälle aus dem eigenen Umfeld diskutiert.


Dritter Tag: Ein Herz für Betroffene. Aufteilen der Schüler in Arbeitsgruppen nach Themenschwerpunkten aus dem Fragenkatalog. Sehr aktive und kreative Beteiligung aller Schüler! Sehr schöne, nachdenkliche, tiefgründige,

kreative, offene und ehrliche Reaktionen und Umsetzungen! Es sind zahlreiche und verschiedene kreative Beteiligungen in Bild, Ton, Zeichnungen, Plakaten, eigenen Erzählungen und Texten erstanden!


Ein riesiges Dankeschön an die wunderbaren Schüler der 9.2 und an Herrn Trebs und Frau Pagels für soviel Engagement! Ein herzliches Dankeschön an die Schulleitung der Carl-Bosch-Oberschule!


Workshop-Ergebnisse im Video- und Audioform

Workshop-Ergebnisse im Textform




Was macht mich betroffen:


„Das der junge Mann durch einen Autounfall gelähmt ist, nur weil er betrunken und unter Drogen Auto gefahren ist. Dieses Leben wurde einfach komplett geändert durch diesen Fehler.“


„Mich hat die Geschichte mit der verlorenen Tochter sehr getroffen. Mir wurde beim Lesen an manchen Stellen kalt, da ich auch schon jemand dadurch verloren habe.“


„Ich finde Christoff gut, weil er aus seinen Fehlern gelernt hat, und er sich nicht unterkriegen lässt, trotz seiner Gehbehinderung.“


„Mir ist klar geworden, das es jeden treffen kann, dass man sich nicht sicher sein kann.“


„Frau Kutscher hat mich beeindruckt, weil sie es wieder so gut zurück geschafft hat.“


„Weil es sehr ans Herz gegangen ist, und ich mich ein wenig in die Lage der Leute versetzen konnte.“


„Hatte fast Tränen in den Augen, sehr gefühlvoll, für mich sehr emotional, kann nur hoffen, dass mir das nicht passiert.“


„Wurde selbst schon mal angefahren, mir hat niemand geholfen, der Täter hat Unfallflucht begangen, musste 3 Wochen an Krücken gehen.“


„Frau Kutscher: Respekt! Sie musste alles noch mal nachholen aus ihrer Vergangenheit.“


„Ginas Bericht hat mich besonders betroffen gemacht, weil sie so jung war und nichts für den Unfall konnte.“


„Solche Unfälle spürt man immer, man kriegt es nicht mehr weg.“


„Ich fand das sehr traurig, weil ich weiß, wie es ist einen Menschen zu verlieren.“


„Frau Kutscher hat mir gefallen, weil sie so offen darüber reden kann und dem Mann verzeihen konnte.“


„Über manche Geschichten war ich sehr erschrocken.“


„In meiner alten Schule sind ein Mädchen und ihre Mutter beim Unfall gestorben, wir haben eine Schweigeminute gemacht, es gab einen Tisch mit Bildern und Kerzen und Blumen.“



JEDEN KANN ES TREFFEN  –

und was habe ICH gelernt:


„Wenn ich später ein Auto habe und was getrunken habe, wird ich mich daran erinnern und das Auto gleich stehen lassen.“


„Man sollte in den Schulen ein Schockvideo zeigen, einen Unfall, wo man alles sieht.“


„Mehr aufpassen, wenn man über die Straße geht!“


„Wenn ich Beifahrer bin, den Fahrer aufmerksam machen, dass er zu schnell fährt.“


„Man hat nur ein Leben.“


„Keine dunklen Sachen nachts anhaben, so dass die Autos einen sehen.“


„Ich werde an keinen illegalen Autorennen teilnehmen.“


„Den Straßenverkehr ernster nehmen.“